§ Journal
15 kreative Ideen für dein Notizbuch
Unsere Notizbücher entstehen aus Papier, das in Druckereien übrig geblieben ist. Deshalb ist kein Buch wie das andere: Farben, Oberflächen und Grammaturen wechseln mitten im Block. Genau das lässt sich nutzen — hier sind 15 Arten, so ein Buch zu füllen.
01
Bullet Journal mit Papierwechsel
Nutze die unterschiedlichen Bogenfarben als natürliche Kapiteltrenner: jeder Monat beginnt dort, wo das Papier den Ton wechselt. Du brauchst keine Register, das Buch bringt sie mit.
02
Skizzenbuch für Bleistift und Fineliner
Ungestrichene Papiere ab etwa 120 g nehmen Graphit samtig an. Leg dir hinten zwei Bogen als Testfeld an und notiere, welcher Stift auf welchem Papier funktioniert.
03
Reisetagebuch mit Fundstücken
Tickets, Etiketten und Servietten einkleben — auf schwereren Bogen wellt sich nichts. Datum und Ort oben links, Gedanken darunter, das reicht als Struktur.
04
Farbtagebuch
Eine Seite pro Tag, eine Farbfläche pro Tag. Auf getönten Papieren entstehen Kombinationen, die auf Weiß nie entstehen würden.
05
Rezeptbuch aus der eigenen Küche
Links das Rezept, rechts Notizen zum Nachkochen. Fettige Finger gehören dazu — ein gebrauchtes Rezeptbuch ist ein gutes Rezeptbuch.
06
Lesejournal
Pro Buch eine Doppelseite: Zitate links, eigene Gedanken rechts. Am Jahresende hast du eine Bibliothek in einem Band.
07
Morgenseiten
Drei Seiten Freewriting direkt nach dem Aufstehen, ohne Korrektur. Raues Papier bremst die Hand angenehm aus und macht das Schreiben langsamer.
08
Projekt-Logbuch
Ein Notizbuch pro Projekt, chronologisch, mit Datum auf jeder Seite. Später ist nachvollziehbar, wann welche Entscheidung fiel.
09
Typografie-Übungsbuch
Eine Schrift pro Doppelseite abzeichnen. Glatte, gestrichene Papiere eignen sich für feine Federn, raue für breite Marker.
10
Sammelbuch für Papiermuster
Klebe Reste, Schnipsel und Andrucke ein und notiere Grammatur, Farbe und Hersteller. Ein privates Musterbuch, das mitwächst.
11
Briefbuch
Briefe schreiben, die nie abgeschickt werden — an Menschen, an dein früheres Ich, an ein Jahr. Jede Seite eine Adresse.
12
Naturtagebuch
Gepresste Blätter, Vogelbeobachtungen, Wetter. Getönte Papiere lassen Grüntöne und Beigetöne ruhiger wirken als Weiß.
13
Habit Tracker in Handarbeit
Ein Raster pro Monat, mit Lineal gezogen. Wer es selbst zeichnet, schaut häufiger hin als bei einer App.
14
Risografie- und Drucknotizen
Halte Farbkombinationen, Rasterweiten und Papiere fest, die im Druck funktioniert haben. Das spart bei der nächsten Auflage einen ganzen Andruck.
15
Geschenkbuch mit erster Seite
Schreib die erste Seite selbst — eine Widmung, eine Frage, ein Anfang — und verschenke den Rest leer. Das nimmt die Hemmung vor dem weißen Blatt.
Welches Papier passt zu welcher Idee?
80–100 g
Leicht und dicht beschreibbar: Morgenseiten, Briefbuch, Lesejournal. Füller kann durchschlagen — Kugelschreiber und Bleistift sind sicherer.
120–170 g
Der Allrounder: Skizzen, Fineliner, eingeklebte Fundstücke. Hier wellt sich auch mit Klebestift nichts.
ab 200 g
Karton für Trennblätter, Farbstudien und Drucknotizen. Nimmt Marker und Siebdruckfarbe ohne Durchschlag an.