Luxus braucht Sklaverei
Dieses Notizheft ist aus Widersprüchen entstanden. Aus Schönheit und Ausbeutung. Aus Überfluss und Verantwortung. Aus Glanz und Schuld. Es ist kein neutrales Objekt — es ist eine bewusste Provokation.
Das Papier existierte bereits. Es war für das Recycling bestimmt — wir haben es gerettet, nicht ersetzt. Keine neue Faser, keine neue Energie, keine neue Produktion. Nur die bewusste Entscheidung, Wert nicht zu vernichten, sondern sichtbar zu machen.
Gedruckt ausschließlich in Risografie — einem der energieärmsten Druckverfahren überhaupt. Keine Hitze, keine schweren Maschinen, kein industrieller Aufwand. Gebunden mit einer Steppstichnaht an der Nähmaschine — leise, langsam, menschlich. Green Innovation bedeutet hier nicht Technologie. Green Innovation bedeutet Verzicht.
Der goldene Satz auf dem Umschlag — „Luxus braucht Sklaverei" — ist keine Provokation um der Provokation willen. Er ist ein Spiegel. Gold steht für das, was wir bewundern. Der Text für das, was wir ausblenden. Im Inneren strukturieren Herzen die Seiten: Liebe wird zum Raster, Menschlichkeit zur Ordnung — und plötzlich stellt sich die Frage, wie viel Menschlichkeit in einem System bleibt, das auf Ausbeutung basiert.
Cover: Gmund Colors Metallic 50, 310g, 1/0 Risografie Gold. Innenseiten: Lakepaper white matt 100g, 1/1 Risografie FluoPink & Violet. Verarbeitung: Steppstichnaht, runde Ecken.
Kunstprojekt · entstanden aus PR—014 · Kleinauflage · Cover Gmund Colors Metallic 310g · Innen Lakepaper 100g · Risografie Gold / FluoPink & Violet · Steppstichnaht, runde Ecken


