§ Druck

Nachhaltig drucken lassen: Druck mit Restpapier

Wir produzieren Drucksachen auf Papier, das in unseren Partnerdruckereien bereits liegt. Risographie, Siebdruck und weitere Verfahren — gefertigt vor Ort, dort wo das Material lagert.

Sortierte Makulaturbögen aus der Druckerei als Material für den Druck

Ressourcenschonender Druck beginnt beim Papier

Der größte Materialposten einer Drucksache ist das Papier. Wer es nicht neu herstellen lässt, sondern vorhandene Bögen verwendet, spart genau den Aufwand, der bereits in diesem Bogen steckt: Holz, Wasser, Energie und Transport. Als Richtwert vermeidet eine gerettete Tonne Papier gegenüber Frischfaserproduktion rund 900 kg CO₂ (Quelle: Umweltbundesamt).

Wir kaufen für einen Auftrag kein Papier zu. Stattdessen sehen wir im Bestand der 14 Partnerdruckereien nach, welche Bögen in Format, Grammatur und Menge passen. Was gerade verfügbar ist, steht in der Papierübersicht.

Risographie und Siebdruck

Risographie druckt mit einzelnen Volltonfarben, die nacheinander aufgetragen werden. Das Verfahren verträgt unterschiedliche Papiersorten und liefert eine charakteristische Rasterstruktur — passend für Material, das ohnehin nicht einheitlich ist.

Siebdruck eignet sich für kräftige Farbflächen, schwere Papiere und Sonderfarben, etwa auf Umschlägen. Für beide Verfahren brauchen Sie Farbauszüge; die lassen sich mit unseren kostenlosen Werkzeugen direkt im Browser erzeugen und als PNG, SVG oder PDF herunterladen.

Bedruckter Bogen in der Druckerei während der Produktion auf gerettetem Papier

Ablauf einer Druckanfrage

01

Projekt schildern

Format, Umfang, gewünschte Stückzahl, Termin und ob bereits Daten vorliegen.

02

Papier zuordnen

Wir suchen im Bestand der Partnerdruckereien nach passenden Bögen und schlagen Verfahren vor.

03

Produzieren

Gedruckt und verarbeitet wird möglichst in der Druckerei, in der das Papier liegt — so werden Transportwege so weit wie möglich vermieden.

§ FAQ

Häufige Fragen zum Druck auf Restpapier

Was bedeutet „Druck auf Restpapier“ konkret?

Gedruckt wird auf Bögen, die in einer Druckerei bereits liegen: Anschnitte abgeschlossener Auflagen, Fehldrucke, Musterbögen oder Restposten. Für den Auftrag wird kein Papier zugekauft und kein neuer Zellstoff hergestellt.

Welche Druckverfahren sind möglich?

Vor allem Risographie und Siebdruck, dazu je nach Projekt Letterpress, Prägung und Offsetdruck in den Partnerdruckereien. Welches Verfahren passt, hängt von Papier, Grammatur und Motiv ab.

Kann ich mein Motiv vorher testen?

Ja. Für Risographie lassen sich Farbauszüge, Raster und Verläufe kostenlos mit unseren Werkzeugen erzeugen und als PNG, SVG oder PDF herunterladen.

Wie groß darf die Auflage sein?

Ab 50 Stück. Die tatsächliche Stückzahl hängt vom verfügbaren Material ab und wird nach Sichtung des Papiers festgelegt; kleine und mittlere Auflagen sind der Regelfall.

Wie ressourcenschonend ist das?

Der Bogen existiert bereits, deshalb entfällt die Herstellung von neuem Papier für diesen Auftrag. Als Richtwert vermeidet eine gerettete Tonne Papier gegenüber Frischfaserproduktion rund 900 kg CO₂, 50.000 Liter Wasser und 5.000 kWh Energie (Quellen: Umweltbundesamt, Initiative Pro Recyclingpapier, FSC Deutschland). Es handelt sich um Richtwerte, nicht um eine zertifizierte Bilanzierung.